Shiatsu Kalligraphie
Shiatsu japanische Zeichen

Shiatsu ist eine japanische Berührungskunst,
die auf jahrtausende alten östlichen Traditionen beruht.

Nach dieser Vorstellung zirkuliert die Lebensenergie Qi in bestimmten Bahnen, den Meridianen. Das Qi reguliert alle Funktionen unseres Körper- Seele - Geist – Wesens und hält sie in Harmonie zueinander. Unwohlsein, Schmerz, psychische Störungen und Krankheiten sind Ausdruck einer Disharmonie im Fluss der Lebensenergie. Shiatsu macht sich dieses Wissen zunutze. Die Wirkung von Shiatsu auf den Körper, die Seele und den Geist führt zu mehr Lebensfreude, Gelassenheit, Lebendigkeit und bewusster Lebensführung. Wörtlich übersetzt bedeutet Shiatsu „Fingerdruck“. Aber auch mit den Händen, Armen, Ellenbogen und Knien wird Druck auf den ganzen Körper ausgeübt, um den Energiefluss zu stimulieren und zu lenken. Shiatsu wird, im Gegensatz zur Massage, am bekleideten Körper ausgeübt und benötigt , außer einer geeigneten Unterlage, keinerlei Hilfsmittel.


Shiatsu ist gleichzeitig eine sehr alte und eine sehr junge Kunst. Im Verlauf der letzten 100 Jahre in Japan entstanden, verbindet sie die jahrtausende alten Techniken der traditionellen Akupressur mit modernen, auch westlichen Massagetechniken.

Nach der östlichen Tradition fließt die Lebensenergie ( japanisch Ki ) in den Meridianbahnen. Die Meridianbahnen bilden an der Oberfläche und in der Tiefe des Körpers ein weit verzweigtes und vernetztes System. Sie führen die Lebensenergie zu allen seinen Teilen und Organen, in jede Körperzelle. An der Oberfläche sind die Meridiane für unsere Hände direkt erreichbar. Das ist die Grundlage für Shiatsu.

Wir können den Strom in den Meridianen als Ausdruck des Flusses der universalen Lebensenergie in uns verstehen. Ein ungehinderter Strom bedeutet dabei seelisches, geistiges und körperliches Wohlergehen, beständige Bewegung und Weiterentwicklung. Behinderungen entstehen , wenn wir Teile unserer Seele und unseres Körpers dem Fluss der universalen Lebenskraft verschließen. In der Folge stagniert an diesen Orten unsere Weiterentwicklung auf allen Ebenen, und es können Probleme auftreten. Nun finden sich vielerorts in unserem Körper Stagnationen im Ki-Fluss. Das ist ganz normal und bedeutet nicht gleich Krankheit. Jeder Mensch hat gewissermaßen sein Stagnationsmuster, das als Ausdruck seiner Persönlichkeit angesehen werden kann. Vielleicht stellen diese individuellen Muster so etwas wie das Salz in der Suppe des Lebens dar. Wenn allerdings Krankheit sich  entwickeln sollte, dann wird sie die Wege nehmen, die die Einschränkungen im Energiefluss des gesunden Menschen bereits vorzeichnen. „Persönliche Stagnation“ bedeutet, dass meine Art zu leben, zu denken und zu fühlen mich bestimmte Anteile meiner Realität nicht sehen lässt, an anderen wiederum festhalten lässt. Dieses Muster ist ein beständiger Spiegel meiner Unvollkommenheit und eine Aufforderung, mich weiterzuentwickeln. Hier setzt Shiatsu an. Shiatsu mobilisiert, stimuliert, harmonisiert und ermutigt den Fluss der Lebensenergie dort, wo sie in uns stagniert und resigniert. Der körperliche Schmerz, wie er in einer Shiatsu- Behandlung auftreten kann, ist immer auch ein Ausdruck eines seelischen Schmerzes. Er weist darauf hin, dass hier ein Bereich ist, den wir über längere Zeit vermieden haben anzuschauen – wir haben den Energiestrom an dieser Stelle unseres Erlebens angehalten. Seine Freisetzung durch Berührung bedeutet einen – manchmal schmerzhaften – Entwicklungsschritt. Shiatsu vermag diesen nicht nur auszulösen, sondern kann den Menschen auch im weiteren Verlauf auf dem nun folgenden Weg begleiten und unterstützen. Wenn wir die Bedeutung von Wachstum und Weiterentwicklung für unser Leben erkannt haben, ist Shiatsu gerade dann wertvoll, wenn wir gesund sind. Es dient der Aufrechterhaltung von Gesundheit und Lebensfreude.

Shiatsu ist aber auch eine Methode zu Behandlung von Krankheiten und Linderung von Leiden.

Oftmals wird es erst in Anspruch genommen, wenn lang andauernde oder ausgeprägte Behinderungen  im Fluss der Lebensenergie dorthin geführt haben. Beispiele, die zeigen, wo Shiatsu zur Linderung eingesetzt werden kann, sind akute Beschwerden wie Kopf- oder Rückenschmerzen, Menstruationsschmerzen, Magenprobleme, aber auch chronische Müdigkeit, innere Unruhe oder Nervosität. Im Falle von schweren oder insbesondere chronischen Erkrankungen bestehen gravierende Stagnationen in den Meridianflüssen und damit Blindheit gegenüber bestimmten Seiten  und Bedürfnissen unserer Person  meist schon Jahre – oder Jahrzehnte lang. Die Berührung des Energieflusses an der Oberfläche unseres Körpers durch Shiatsu erleichtert es uns, diese Staus auch in der Tiefe wahrzunehmen – zunächst oft auf einer quasi unbewussten, körperlichen Ebene, weiter in den Träumen oder persönlichen Erkenntnissen auch Tage nach der Behandlung.

Regelmäßiges Shiatsu kann so – zusammen mit einer bewussten Lebensführung – dazu beitragen, chronische und schwere Krankheiten zu lindern, sie verständlich und damit fruchtbar oder gar überflüssig zu machen.

Shiatsu Hände


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